11.05.2020 Schritt für Schritt gehen Schulen und Kitas wieder ans Netz

Brandenburg hat sehr früh – schon seit dem 27. April – erhebliche Lockerungen für den Besuch von Kitas und Schulen auf den Weg gebracht.

Die Notfallbetreuung wurde für alle Eltern aus systemrelevanten Berufen und alle Alleinerziehenden bereits ausgeweitet, die keine alternative Betreuung für ihre Kinder haben. Eine Betreuung erfolgt ebenfalls aus Gründen des Kindeswohls. Die Kita-Betreuungsquote ist in Brandenburg von 7 Prozent seit Beginn der Notfallbetreuung auf 26 Prozent gestiegen. Sie gehört damit zur höchsten aller Bundesländer.

Viele Schülerinnen und Schüler gehen inzwischen wieder zur Schule: die 6. und 9. Klassen, die 10. Abschlussklassen, die 11. Klassen an Gymnasien sowie die 12. Klassen an Gesamtschulen. Für die Schülerinnen und Schüler, die bisher nicht gut erreicht wurden, werden pädagogische Angebote gemacht. Mit diesen schon umgesetzten und weiter geplanten Maßnahmen für Kitas und Schulen hat Brandenburg den Empfehlungen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin vorgegriffen und Kindern und Jugendlichen bereits wieder ermöglicht Zugang zu Bildung zu haben und die Familien somit entlastet.

Nach den Beschlüssen der Kultusminister- und Jugendministerkonferenz werden mit der neuen Eindämmungsverordnung Voraussetzungen geschaffen, um nächste Schritte zu möglichen. Für den Kita- und Schulbereich wird das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport nach Beratung mit den entsprechenden Fachgremien zu Beginn der kommenden Woche detaillierte Vorschläge für die Zeit bis zu den Sommerferien vorlegen.

Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst: „Mir ist sehr bewusst, wie schwierig es für Familien ist, unter diesen Bedingungen ihren Alltag zu organisieren. Und natürlich haben auch die anderen Familien, deren Kinder noch nicht in Schule und Kita sind, den Wunsch nach Normalität, nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familien. Wir müssen allerdings festhalten, dass wir von einem Normalbetrieb weit entfernt sind. Wir werden jedoch die Lockerungen an den Schulen fortsetzen: Bis zu den Sommerferien werden alle Schülerinnen und Schüler die Schulen wieder besuchen, wenn auch nur tageweise. Genauso sollen mehr Kinder in Kitas betreut werden. Unser Ziel ist es, möglichst viele Kinder durch Angebote zu erreichen, um Familien zu entlasten. Wir bitten die Eltern aber auch um Verständnis: Wir dürfen das Erreichte nicht gefährden.“

Vor Ort waren bisher teilweise die Kapazitätsgrenzen der Kitas erreicht, weil wegen des notwendigen sehr strikten Regeln des Infektionsschutzes nur kleine Kita-Gruppen gebildet werden konnten. Die Eindämmungsverordnung sieht nun vor, dass auch größere Kita-Gruppen zulässig sind. Dies schafft die Voraussetzungen, in den nächsten Wochen die Kita-Notfallbetreuung auszuweiten.

Mit den Trägern der Kindertagesstätten, den kommunalen Spitzenverbänden und dem Landeskitaelternbeirat wird das Ministerium kurzfristig in einen intensiven Austausch eintreten, um zu besprechen, wie die Kindertagesbetreuung ausgeweitet werden kann. Ziel ist auch, dass bis zu den Sommerferien jedes Kind am Übergang zur Schule vor dem Ende seiner Kita-Zeit noch einmal die Kita besuchen soll. Angesichts der Notwendigkeit, die Hygieneregelungen einzuhalten und der begrenzten Zahl von Erzieherinnen und Erziehern (da auch hier einige Fachkräfte wegen erheblicher Vorerkrankungen nicht eingesetzt werden können) ist die Organisation der Kita-Notfallbetreuung in den nächsten Monaten aber weiter ein sehr komplexer Prozess.

Pressemitteilung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)


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