Schule in Drebkau - Wann die neue Oberschule an den Start gehen kann
Artikel aus der Lausitzer Rundschau vom 24.04.2026 von Silke Halpick
Schule in Drebkau
Wann die neue Oberschule an den Start gehen kann
Schüler aus Drebkau müssen nach der 6. Klasse bisher weite Wege zu einer weiterführenden Schule fahren. Nach vielen Jahren des Frusts soll die Stadt nun eine eigene Oberschule bekommen.
Gute Nachrichten für alle Familien mit Kindern im schulpflichtigen Alter in Debkau: Der neue Brandenburger Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) hat jetzt bestätigt, dass die geplante Oberschule in der Stadt ab dem Schuljahr 2027/28 eingerichtet werden soll. „Noch sind aber viele Fragen offen“, räumt auch Drebkaus Bürgermeister Paul Köhne (CDU) ein.
Ab Klasse 7 müssen die Schüler in Drebkau lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. Einige lernen am Max-Steenbeck- oder Fürst-Pückler-Gymnasium in Cottbus. Andere müssen bis an die Gutenberg-Oberschule nach Forst/Lausitz (Spree-Neiße) oder an die Oberschule in Großräschen im benachbarten Landkreis Oberspreewald-Lausitz fahren. Diese platzt aber aufgrund der hohen Nachfrage aus der näheren Umgebung bereits aus allen Nähten.
„Der neue Bildungsminister hat zugesagt, dass die Schule in Drebkau genehmigt wird“, sagt Paul Köhne. Getroffen habe er ihn am Mittwoch (22. April 2026) in der Landeshauptstadt Potsdam. Die Oberschule soll mit zwei Klassen pro Jahrgang laufen und zusätzlich in der Grundschule Drebkau untergebracht werden. Dazu ist eine kombinierte Grund- und Oberschule wie beispielsweise in Burg/Spreewald angedacht.
Modell eines Schulzentrums mit Welzow ist vom Tisch
„Es ist von Vorteil, dass keine großen Baumaßnahmen nötig und die Klassenräume schon vorhanden sind“, betont der Bürgermeister. Er rechnet vor: Insgesamt gibt es in der Grundschule Drebkau 17 Räume, sechs davon werden von der Grundschule benötigt, elf sind frei. Die Oberschule, die mit je zwei Klassen vom siebten bis zum zehnten Jahrgang läuft, braucht acht Räume. Passt also.
Das im Vorfeld diskutierte Modell eines Schulzentrums gemeinsam mit der Stadt Welzow, die ähnliche Probleme hat, sei damit vom Tisch, so Paul Köhne. Die Schulen sollten dabei so eng miteinander verzahnt sein, dass sie quasi eine Einheit bilden. Während die Städte Welzow und Drebkau Träger der Grundschulen bleiben, sollte der Landkreis Spree-Neiße die Oberschule übernehmen.
So stark ist der Druck auf die Schulen in Spree-Neiße
„Der neue Bildungsminister hat schnell erkannt, welcher Druck auf der Region lastet“, sagt Michael Koch, Bildungsdezernent des Landkreises Spree-Neiße. Ab 2027 steige die Zahl der Schüler in Spree-Neiße, die auf eine weiterführende Schule wechseln, von aktuell 900 auf mehr als 1000 Jugendliche pro Jahrgang an. Das werde auch bis 2032 so bleiben. Besonders stark betroffen sei die Region um Drebkau und Welzow.
Andere Varianten wie ein Container- oder Neubau in Welzow seien aufgrund der hohen Kosten verworfen worden, so Michael Koch. „In Drebkau haben wir Platz und mit der Grundschule Leuthen gibt es auch einen Puffer“, sagt der Bildungsdezernent. Schulträger der neuen Oberschule soll die Stadt Drebkau werden. Trotz der frühen Zusage des Bildungsministers müsse allerdings der übliche aufwendige Genehmigungsprozess noch durchlaufen werden.